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Business Intelligence,Markttrends

Vertragsrecht bei IT Dienstleistungsunternehmen

von
kropekk_pl / Pixabay

Das Thema Business Intelligence gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Firmen müssen immer schnellere Entscheidungen treffen. Um diese Entscheidungen treffen zu können, benötigt man eine möglichst genaue Analyse unternehmensweiter Daten und Kennzahlen. Business Intelligence bietet hier eine gute Möglichkeit alle Daten des Unternehmens miteinander in Beziehung zu setzen und auszuwerten. Doch was passiert, wenn es Probleme mit der eingesetzten Software gibt? Wer ist wofür zuständig?

Hier kann es passieren, dass Hersteller von Business Intelligence Software nicht zwingend auch derjenige ist, der die Software vor Ort beim Kunden installiert und auf die Bedürfnisse des Kunden anpasst. Wenn ein Fehler auftritt stellt sich die Frage nach der Haftung. Handelt es sich hier um ein Problem der Software an sich oder ist es ein Problem bei der Installation und / oder der Anpassung.

Eine solche Installation und Anpassung an die speziellen Bedürfnisse des Kunden geschieht häufig von Dienstleistungsunternehmen wie INDIM.

Business Intelligence Software

Die Probleme der Kunden sind häufig dieselben. Es ist keine einheitliche Datenbasis vorhanden. Die Business Intelligence Software soll hier Abhilfe schaffen.

Generell muss man Business Intelligence Software in zwei verschiedene Schichten unterteilen. Zum einen gibt es da die „sammelnde“ Schicht, in Form von Data Warehouses oder Data Marts und die „darstellende“ Schicht. Dies kann durch weitere so genannte Frontend-Tools geschehen oder durch Berichte in Form von Dashboards oder Scorecards.

Die sammelnde Schicht setzt die gesammelten Daten miteinander in Beziehung und ist der große Datenvorrat, um unternehmerische Entscheidungen treffen zu können.

Die darstellende Schicht bereitet die Daten auch z.B. in aggregierter Form auf und stellt sie graphisch dar. Dies kann in Form von Balanced Scorecards, Dashboards oder ähnlichen Reports erfolgen.

Vertragsarten

Business Intelligence Software ist nicht so leicht zu installieren wie z.B. ein Computerspiel. Hierfür bedarf es einiges an Knowhow, welches bei den Kunden häufig nicht anzutreffen ist. Viele Softwarehersteller haben keine oder nicht genügend eigene Berater zur Verfügung, deshalb werden häufig spezialisierte Dienstleistungsunternehmen, wie die Insight Dimensions GmbH, zu Rate gezogen. Und hier trifft man auf die erste Herausforderung. Die Verträge sind meist derart gestaltet, dass man die Software samt Dienstleistung anbietet. Es gibt viele mögliche Vertragskonstellationen. Fast immer ist eine Dienstleistung mit im Vertrag enthalten. Der Kauf der Software kann über einen Werklieferungsvertrag abgeschlossen werden, wobei Grundlage dafür der Kauf der Software ist.

Die Insight Dimensions GmbH schließt in den meisten Fällen einen Werklieferungsvertrag zur Einführung der Business Intelligence Lösung mit dem Kunden ab, da die Insight Dimensions GmbH auch die Software an den Kunden verkauft und so das „Rohmaterial“ in das Projekt mit einbringt. Der Werklieferungsvertrag ist keine eigenständige Vertragsart, wird aber über den § 651 BGB zusammen mit dem Kaufrecht abgewickelt.

Nachfolgend eine kurze Tabelle zur Verdeutlichung der Hauptvertragsarten:

Tabelle mit Vertragsarten

Vertragsarten im Überblick

Im Anschluss an das Projekt kann es auch zu Wartungs- und Pflegeverträgen, manchmal auch zu weiteren Dienstleistungsangeboten der Insight Dimensions GmbH kommen.

Das Thema Business Intelligence findet in der heutigen Zeit der schnellen Unternehmensentscheidungen immer größere Anerkennung. Business Intelligence Software kann schnell Daten zur Verfügung stellen, die als Entscheidungsgrundlage dienen können. Doch was passiert, wenn einmal ein Fehler in der Software auftritt und z.B. die Datenbank gelöscht wird?

Hier stellt sich dann spezielle Frage, wer haftet für was? Grundüberlegung hierzu besteht erst einmal darin, wie sieht der Vertrag aus.

Eine klare Abgrenzung ist im Falle eines Fehlers von äußerster Wichtigkeit. Wenn Softwareprobleme festgestellt werden, handelt es sich sodann um einen Applikationsfehler oder einen Softwarefehler? Diese Frage ist leider nicht immer eindeutig zuordenbar, da auch viele Rahmenbedingungen mit hineinspielen, wie z.B. die Installationsumgebung (Servermodell, Betriebssystem etc.). Viele Business Intelligence Software Hersteller haften nur wenn bestimmte Rahmenbedingungen eingehalten werden, so z.B., dass ein veraltetes Betriebssystem nicht mehr unterstützt wird. Denn viele Hersteller testen ihre Standardsoftware in verschiedenen Umgebungen, aber nicht in allen möglichen Umgebungen. Deswegen übernehmen die Hersteller oftmals nicht die Haftung dafür.

Da es sich hier hauptsächlich um einen Werklieferungsvertrag handelt (der Auftragnehmer besorgt auch die Business Intelligence Software), haftet die Insight Dimensions GmbH auch erst einmal für die Mängel an der Software selbst. Da aber die Insight Dimensions GmbH selbst keinen Einfluss auf den Quellcode der Software hat, wird sie die auftretenden Softwarefehler an den Hersteller melden, welcher dann die Fehler beseitigt und ein Update ausliefert.

Es taucht hier auch die Frage auf, wie Software im rechtlichen Umfeld anzusehen ist. Leider hat es der Gesetzgeber bisher versäumt hier eine eindeutige Regelung zu treffen. Die meisten Gerichte folgen aber mittlerweile der Annahme, dass es sich bei Software um eine Sache im Sinne des § 90 BGB handelt. Somit sind alle möglichen Mängel als auch die daraus resultierende Haftung aus dem Kaufrecht anzuwenden.

Sie sehen hier sehr schnell anhand des kurzen Textes, wie komplex sich die Situation im Vertragsrecht im IT-Umfeld gestalten kann und es müssen wohl noch etliche Urteile gesprochen werden bis hier mehr Klarheit geschaffen wird. Außerdem ist der Gesetzgeber gefordert, die deutschen Gesetze an das „neue“ IT-Umfeld anzupassen.

Falls Sie zu diesen Themen noch weiter Informationen wünschen, so können Sie mich gerne kontaktieren.

Ihr Oliver Schmiedeberg

Insight Dimensions

Über den Autor 

Insight Dimensions GmbH – Alles rund um Business Intelligence, Controlling, Reporting und Business Analyse.

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Das Thema Business Intelligence gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Firmen müssen immer schnellere Entscheidungen treffen. Um diese Entscheidungen treffen zu können, benötigt man eine möglichst genaue Analyse unternehmensweiter Daten und Kennzahlen. Business Intelligence bietet hier eine gute Möglichkeit alle Daten des Unternehmens miteinander in Beziehung zu setzen und auszuwerten. Doch was passiert, wenn es Probleme

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