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Business Intelligence

Success by accident oder eine kleine Starthilfe zur Strategieentwicklung & strategischen Planung

von
mamdg / Pixabay

Vor kurzem habe ich eine A-Trainer Ausbildung  im Leistungssport abgeschlossen. Eine der Hausarbeiten brachte mich auf die Idee diesen Blog Beitrag Success by accident oder eine kleine Starthilfe zur Strategie Entwicklung & strategischen Planung“ zu schreiben.

Warum?

Nun, so wie ich mich im Sport um meine Athleten kümmere, sie zu höheren Leistungen befähigen soll und wir Erfolg haben wollen, so ist in einer Abteilung oder einem kleinen Unternehmen (die großen Unternehmen ignorieren wir jetzt mal ganz geflissentlich) nichts anderes. Auch hier muss man sich um seine Mitarbeiter kümmern, muss man im unternehmerischen Sinne erfolgreich sein.

Doch wie auch bei jungen Athleten kommt in einem Unternehmen/einer Abteilung der Erfolg nicht von allein. Fleiß – eine Grundvorraussetzung – aber Fleiß allein führt auch nicht unbedingt zum Erfolg. Erfolg muss man planen!

Wir erinnern uns vielleicht noch an Jogi Löw, wie er nach der enttäuschenden EM schon die WM im Fokus hatte. Oder Ole Bischof (Judo Olympiasieger 2008, Silbermedaillengewinner London 2012), 2005 hörte man schon dass er sich in der langfristigen Vorbereitung auf die olympischen Spiele (2008) befindet. Und bis dahin waren es noch 3 Jahre! Aber auch andersherum wird ein Schuh daraus, nur weil beispielsweise ein junger Athlet bisher ganz erfolgreich war, heißt das noch lange nicht, dass er automatisch im Spitzensport ankommen wird. Die Konkurrenz schläft nicht, oder warum sollte der FC Bayern München Pep Guardiola verpflichten, wenn man das Triple doch gerade erst gewonnen hat? Bayern München möchte den Erfolg langfristig an sich binden, Jogi Löw endlich mal einen Titel gewinnen und der junge Athlet will im Spitzensport Fuß fassen. Ein Unternehmen/eine Abteilung möchte seinen Erfolg ausbauen, sich dem veränderndem Personalmarkt möglichst gut anpassen oder einfach die Schwankungen der letzen Jahre besser ausbalancieren können. Das ändert man nicht von jetzt auf nachher. Soetwas sollte geplant werden.

Ups! Damit sind wir ja schon bei der Strategieentwicklung bzw. der strategischen Planung. Jetzt wird es natürlich wieder Stimmen geben, warum sollte ich was anders machen? Oder etwas planen? Das was ich die letzten Jahre gemacht habe hat doch geklappt. So schlecht sind wir nicht. Stimmt – schlecht kann man nicht sein, sonst wäre man längst vom Markt verschwunden. Doch klappt wirklich alles sooo gut? Vielleicht hatte man einfach nur Glück? Success by Accident? Womit ist man eigentlich erfolgreich? Und was macht man wenn plötzlich der Kernmitarbeiter verschwindet (vor allem bei sehr kleinen Unternehmen/Abteilungen)? Wie reagiert man auf Marktänderungen oder veränderte Konkurrenzsituationen? All das sind Fragen die man sich auch bei einer Strategieentwicklung und der dazugehörigen strategischen Planung stellen muss. Und die motivationalen Gründe einer Strategie erwähne ich erst gar nicht. (Allerdings gibt es hier auch beachtliche positive Erfahrungen.)

Gut – wir haben es nun verstanden, dass wir etwas planen wollen. Die meisten wussten das allerdings auch schon vor meinem Artikel. Die Schwierigkeit liegt vielmehr darin, dass man nicht unbedingt Experte auf dem Thema strategische Planung oder gar Strategieentwicklung ist. Die Literatur ist dick und voll von vielen guten Tipps. Das Internet erschlägt einen mit halbgaren Links. Zudem gibt es dann noch Fachbegriffe wie die „Balanced Scorecard“ und weitere, die sich im Dunstkreis der strategischen Planung tummelen, von dem wir alle schonmal gehört haben, aber mit denen wir dann doch nicht soviel anfangen können.

Weiterhin hat man sowieso keine Zeit für sowas, gerade in kleinen Unternehmen oder als Leiter einer Abteilung ist man sehr mit der operativen Seite des Businesses beschäftigt. Für Strategie bleibt nicht soviel Zeit. (Man würde es ja tun, aber jetzt erlaubt sich ausgerechnet als ich mich hinsetzen wollte ein wichtiger Mitarbeiter krank zu sein oder der kommende Auftrag würde nie funktionieren, wenn ich nicht selbst mitarbeiten würde. Schließlich ist keiner so gut wie ich!)

Probleme und Lösungen

Jetzt haben wir unsere beiden Probleme identifiziert. Und die halten uns bisher wirklich davon ab? Nicht wirklich, oder? Ich denke die können wir lösen.

Das Zeitproblem

1.)   Nur weil wir eine strategische Planung bzw. eine Strategieentwicklung anstreben, müssen wir doch nicht gleich perfekter sein als die beste Schulungsliteratur. Oder würden sie ihr durchaus begabtes 14-jähriges Kind direkt Jogi Löw als Stürmer für die Fußball WM 2014 empfehlen?

Ergo: Wir fangen erstmal klein an, lernen es langsam. Zumal, besser wie nichts ist es immer.

->  Das spart Zeit

2.)   Eine strategische Planung muss initial nur einmal im Jahr gemacht werden, ansonsten muss man nur kleinere Anpassungen & Kontrollen vornehmen.

->  Ein einmaliges Thema im Jahr, das kann man planen, wie den Jahressteuerabschluss.

3.)   Eine strategische Planung, eine Strategie zu haben spart Zeit in Notfällen, wenn es mal nicht so läuft. Oder glauben sie Jogi Löw lässt seine Kicker auf den Platz ohne sich vorher überlegt zu haben was er machen kann, sollte man mal 2:0 zurückliegen?

Das Komplexitätsproblem

Natürlich sind wir alle Nerds, lesen lieber ein Fachbuch als das wir uns mit der heißen Blonden á James Bond am Strand räkeln. Das ist leider nicht ganz richtig. Sonst bräuchte man diesen Artikel ja nicht. Wir haben uns bisher immer für die Blonde und den Cocktail entschieden. Nicht schlimm, denn die Antwort auf die Komplexität der Strategie, der Strategieentwicklung und ihrer strategischen Planung ist (s.o.) bei der Zeit auch schon gegeben. Wir fangen einfach & simpel an!

Denken wir wieder zurück an den Athleten der mal in den Spitzensport will. Zuerst müssen wir ein Ziel formulieren. Z.B. die Olympiaqualifikation 2016.

Danach müssen wir uns den IST Zustand des Athleten anschauen. Was sind seine Stärken/Schwächen. Was ist seine Motivation? Wie sind seine Trainingsbedingungen? Wie ist sein Umfeld generell bezogen auf sein Sport? Was sind seine Kraftwerte? Wie die seiner Ausdauer? Ect. ect. ect. Ist das Ziel überhaupt realistisch? (Wir gehen jetzt der Einfachheit davon aus, dass es so ist.)

Danach machen wir uns nochmal Gedanken über das Ziel. Eventuell müssen wir es unterteilen in Zwischenziele. Bevor man z.B. zur Olympia fahren darf, muss man erstmal national und international Plazierungen sammeln und danach diverse Olympianormen erfüllen. Nichts anderes ist es im Unternehmen. Strategische Ausrichtungen erfordern z.B. erst eine Änderung in den Strukturen, oder die Weiterqualifikation einzelner Mitarbeiter. Diese Schritte kann man aber erst einleiten wenn man sie in einem größeren Kontext identifiziert hat. (Kostet schließlich alles Geld.)

Die Strategische Planung

Und da sind wir auch schon mitten in der strategischen Planung! Wir unterteilen unser großes heroes Ziel in kleine Ziele. Die Strategische Planung ist nichts anderes als nämlich den freien Raum von IST zu SOLL zu füllen – zu planen. Natürlich benötigen wir immer wieder Kontrollpunkte wo wir schauen ob wir uns noch auf dem vorgedachten Weg befinden. Beim Athleten vergleiche ich ob sich seine Werte verbessern, wie seine Wettkampfergebnisse sind. Was ist das beim Unternehmen? Nichts anderes wie beim Sportler! Wo wir im Sport von Laktatwerte, Maximalkraftwerten oder sonstigem sprechen hat ein Unternehmen Kennzahlen. Und wenn es erstmal nur der Umsatz, die Kosten und der Zeitraum hierfür sind. Diese Zahlen kann man in einem eigenen kleinen Bericht darstellen und periodisch vergleichen. Natürlich gibt es nicht für alles Kennzahlen, nicht jede Strategie ist sofort und direkt in irgendeiner KPI messbar. Aber auch hierfür gibt es Lösungen. Wichtig ist nur, dass man versucht seine Ziele messbar zu machen. (vgl. z.B. SMART-Ziele)

Und das war’s schon… Jogi Löw steht eigentlich im Finale und unser Athlet sollte die Olympianorm erreichen.

Nein, natürlich war das alles sehr oberflächlich. Es gehört schon ein wenig mehr dazu als eben aufgeführt. Wer nun Interesse gefunden hat ein klein wenig tiefer in diese Materie einzusteigen, findet auf www.sfg.at ein interessantes kostenloses Ebook, welches auch nicht gleich allzu tief in die Materie einsteigt.

Oder ihr macht es wie oben beschrieben – einfach mal einfach anfangen. 😉

Insight Dimensions

Über den Autor 

Insight Dimensions GmbH – Alles rund um Business Intelligence, Controlling, Reporting und Business Analyse.

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