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Business Intelligence

Self Service Business Intelligence – BI für den Fachanwender

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geralt / Pixabay

Eine erfolgreiche Unternehmensführung basiert seit jeher auf richtig getroffenen Entscheidungen. Im Zeitalter von Globalisierung oder Digitalisierung verkürzen sich die Abstände, in denen diese getroffen werden müssen, immer mehr. Der unternehmenseigenen Bereitstellung von Informationen und Kennzahlen mittels BI Software zur Unterstützung dieser Managementfunktion kommt daher eine steigende Bedeutung zu. Während die Kennzahlenermittlung und das Reporting lange Zeit in den Händen des Controllings lag, rutscht heute der Fokus immer mehr auf die einzelnen Fachabteilungen, die sich mittlerweile für ihr eigenes Reporting verantwortlich zeichnen.

Self Service Business Intelligence (SSBI)

In diesem Kontext nimmt der Begriff des Self Service Business Intelligence (SSBI) eine zunehmende Rolle ein. Unter SSBI versteht man die Bereitstellung einer IT-Umgebung, mit der Fachanwender unabhängig von der IT-Abteilung in der Lage sind, Analysen und Berichte zu erstellen. Hierbei wird das Ziel verfolgt, technisch versierten Anwendern von Fachabteilungen, wie z.B. dem Vertrieb oder der Produktion, mehr Verantwortung und Rechte im Umgang mit BI-Werkzeugen einzuräumen. Durch diesen Ansatz wird gewährleistet, dass Informationen schneller und effizienter verarbeitet werden können, was wiederum dazu beiträgt, eine bessere Entscheidungsgrundlage für das Unternehmensmanagement zu schaffen. Der Zeitfaktor wird sich dadurch auch unweigerlich in einer Kostenersparnis wiederspiegeln. Zudem führt die neu gewonnene Flexibilität und Unabhängigkeit der Anwender zu einer Entlastung der IT-Abteilung, welche nicht mehr mit peripheren Aufgaben, wie bspw. der Bereitstellung von Daten aus den operationalen Systemen, beauftragt werden muss. So kann sich diese auf für sie wichtigere Aufgaben konzentrieren.

Der Fokus beim Einsatz von SSBI-Werkzeugen liegt dabei immer auf der Anwenderfreundlichkeit. Da SSBI-Werkzeuge auch im Rahmen von Ad-hoc-Analysen verwendet werden, müssen sie auch durch Anwender mit geringeren technischen oder statistischen Vorkenntnissen bedienbar sein. Für die technisch versierteren Anwender müssen sie die Möglichkeit zur einfachen Integration eigener Datenbestände, wie bspw. Excel- oder Textdokumenten, bis hin zur Erstellung eigener Datenmodelle bieten, und zwar unabhängig von der IT-Abteilung.

Die Grundlage für einen erfolgreichen Einsatz von SSBI-Lösungen liegt in der unternehmensweiten Data Governance. Diese beschreibt die Rollen und Verantwortlichkeiten im Umgang mit Unternehmensdaten. Ohne dieses Rahmenwerk läuft man Gefahr, dass jede Abteilung oder gar jeder Anwender seine eigenen Berichte und Kennzahlen entwickelt – ein Reporting-Wildwuchs wäre die Folge, welcher die Effizienz- und Kostensparpotentiale von SSBI wieder zunichtemachen würde.

Ungeachtet der Herausforderungen beim Einsatz von SSBI im Unternehmen lässt sich jedoch sagen, dass Self Service BI deutlich im Kommen ist. Dies wird auch durch Ergebnisse des BI Survey 2014 des Business Application Research Center (BARC) dokumentiert. In dieser Studie erklärten 55% der über 3000 befragten BI-Experten, dass sie SSBI bereits nutzen. Weitere 24% planen mittel- bzw. langfristig damit, SSBI in ihrem Unternemen einführen (siehe Grafik). Damit ist Self Service BI einer der stärksten Trends in der Business Intelligence Branche.

SSBI für den Fachanwender

Quellen

www.barc.de
www.businessintelligenceagenda.ch

Holger Richter

Über den Autor 

Seit 2004 geschäftsführender Gesellschafter bei der Insight Dimensions GmbH, verantwortlich für Marketing, Vertrieb, Key Account Management und das Projektgeschäft. Davor drei Jahre freiberuflich tätig im Bereich Marketing- & IT-Services und als Business Analyst. Studium als Diplom-Wirtschaftsingenieur sowie MBA.

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Eine erfolgreiche Unternehmensführung basiert seit jeher auf richtig getroffenen Entscheidungen. Im Zeitalter von Globalisierung oder Digitalisierung verkürzen sich die Abstände, in denen diese getroffen werden müssen, immer mehr.

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