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Ruhestand – private Vorsorge ist unumgänglich

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Ruhestand

Leben I: Ruhestand – private Vorsorge ist unumgänglich

Wie der neueste Rentenstandsbericht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales deutlich zeigt, reicht schon heute die gesetzliche Rente für viele Ruheständler kaum noch zum Leben. Die private Altersvorsorge wird damit vor allem für die jüngere Generation immer wichtiger.

Immer wieder hört man davon, dass die sogenannten „Silver Ager“ die kaufstärkste Gruppe sind. Betrachtet man die statistischen Werte des idealtypisch berechneten Eckrentners mit 45 Beitrags-jahren und den daraus resultierenden Rentenbeträgen von monatlich bis zu 2.200 €, so klingt dies plausibel. Die Realität zeigt aber, dass monatlich durchschnittlich nur knapp 1.000€ (Männer) bzw. knapp 600€ (Frauen) an Rentenbeträgen ausgezahlt werden. Dies liegt daran, dass bei den Durchschnittsrenten die Renten wegen Berufsunfähigkeit und Erwerbsminderung berücksichtigt werden. Diese Werte unterstreichen die dringende Notwendigkeit der privaten Altersvorsorge, um eine Altersarmut zu vermeiden.

Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig. Auch hat der Staat verschiedene Anreize, z.B. zum Aufbau einer betrieblichen Altersversorgung (bAV), für alle Arbeitnehmer geschaffen:

  • Rechtsanspruch auf Gehaltsumwandlung (Entgeltumwandlung) zugunsten einer bAV für Arbeitnehmer, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind
  • Im Falle einer Arbeitslosigkeit sind die durch Gehaltsumwandlung finanzierten Anwartschaften „Hartz-IV-sicher“
  • Steuerliche Vorteile
  • Ersparnis bei Sozialversicherungsbeiträgen
  • Flexibilität bei den Vorsorgeoptionen: unter bestimmten Voraussetzungen kann anstelle einer Rente auch eine Kapitalzahlung gewählt werden

Je nach Personenkreis (Arbeitnehmer, Azubis, Minijobber, Geschäftsführer einer GmbH, Gesellschafter-Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder AG, Handelsvertreter gem. § 84 HGB und Angehörige freier Berufe, wenn sie überwiegend und auf längere Sicht für den Arbeitgeber tätig sind) gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Direktversicherung: Steuer- und Sozialversicherungsvorteile in der Einzahlungsphase, da die Beiträge aus dem Brutto-Lohn gespeist werden.
  • Direktzusage: das verbindliche Versprechen auf Kapital- oder Rentenleistungen im Alter durch den Arbeitgeber. Die Aufwendungen sind in der Einzahlungsphase steuer- und ggf. sozialversicherungsfrei
  • Pensionskasse: Versorgungszusage über eine Rente oder Alterskapital, die entweder vom Arbeitsgeber und vom Arbeitnehmer selbst durch Gehaltsumwandlung (s. Direktversicherung) finanziert wird.
  • Unterstützungskasse: ähnlich der Direktversicherung für z.B. Gesellschafter-Geschäftsführer. Die Zuwendungen der Unterstützungskasse sind steuerfrei.

Quellen
Rentenbestandsbericht 2013
Optimal-Versichert Info-Brief 04/2013
www.ergo.de

Claudia Weller

Über den Autor 

Sparkassen-Betriebswirtin. Von 02/2001 – 09/2014 geschäftsführende Gesellschafterin der Insight Dimensions GmbH. Seit 10/2014 Prokuristin und Leiterin Controlling, Finanzen und Personalverwaltung

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Wie der neueste Rentenstandsbericht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales deutlich zeigt, reicht schon heute die gesetzliche Rente für viele Ruheständler kaum noch zum Leben. Die private Altersvorsorge wird damit vor allem für die jüngere Generation immer wichtiger.

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