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Unternehmenssteuerung

Mit welchen Werten sollen Bilanzposten (Vermögensgegenstände und Schulden) in der Bilanz angesetzt werden – Teil 1

von
Vermögen

Allgemeine Grundsätze zur Bewertung des Vermögens unter Berücksichtigung der Handels- und steuerrechtlichen Bewertungsvorschriften. Die Bewertung von Vermögen und Schulden beeinflusst neben den Bilanzwerten auch den Gewinn bzw. Verlust eines Unternehmens. Die Vorschriften verhindern willkürliche Über- und Unterbewertung. Die Bewertung bestimmt Wertansatz der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden zum Bilanzstichtag und beeinflusst das Jahresergebnis.

Bewertung nach dem HGB

Nach HGB dient die Bewertungsvorschrift u.a. der Kapitalerhaltung und dem Schutz der Gläubiger. Zum Jahresabschluss sind das Vermögen und die Schulden, somit auch der Erfolg, „vorsichtig“ zu ermitteln. Hieraus ergibt sich der oberste Bewertungsgrundsatz: „Prinzip der Vorsicht“.

Bewertung nach dem Steuerrecht

Nach Steuerrecht soll die Ermittlung des Gewinns nach einheitlichen Grundsätzen eine „gerechte“ Besteuerung sicherstellen.

Die HGB-Ziele

Die HGB-Ziele (Verwirklichung des Gläubigerschutzes):

  • Darstellung der den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Vermögens- und Ertragslage
  • vorsichtige Bewertung. Dadurch soll der Ausweis von zu hohen Werten vermieden werden
  • auf Aktivaseite (Anlagevermögen und Umlaufvermögen) gilt das Niederstwertprinzip, auf der Passivaseite (Verbindlichkeiten) das Höchstwertprinzip

Das Niederwertprinzip

Das Niederwertprinzip besagt, dass beim Anlagevermögen die Anschaffungs- und Herstellungskosten um die Abschreibung vermindert werden muss. Sollte durch die Minderung der Anschaffungs- und Herstellungsbetrag unterschritten werden, ist ein beizulegender Wert (steuerrechtlich: Teilwert) in die Bilanz einzusetzen.
Beim Umlaufvermögen (Waren) ist ein Wert anzusetzen, der sich aus einem Börsen- oder Marktpreis am Abschlusstag ergibt.

Das Höchstwertprinzip

Das Höchstwertprinzip schreibt vor, dass die Verbindlichkeiten mit ihrem Erfüllungsbetrag anzusetzen sind. Kann bei Währungsverbindlichkeit über den ursprünglichen Wert liegen.

Die steuerrechtliche Ziele

  • Ermittlung des Erfolgs
  • Gewährleistung einer gleichmäßigen Steuerbemessung
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Bildquelle: www.ug.de

Maria Furci

Über den Autor 

Meine Biografie: Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation bei der LBS Baden-Württemberg, dort insgesamt 8 Jahre als Sachbearbeiterin gearbeitet, 6 Semester Psychologie-Studium, nach der Elternzeit meines zweiten Sohnes für 2 Jahre bei der Wüstenrot Bausparkasse AG im First-Level-Support im Bereich Bausparverträge tätig, in dieser Zeit Weiterbildung zur Finanzbuchhalterin und nun seit Januar 2016 bei der Insight Dimensions GmbH in der Buchhaltung und Verwaltung beschäftigt.

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Allgemeine Grundsätze zur Bewertung des Vermögens unter Berücksichtigung der Handels- und steuerrechtlichen Bewertungsvorschriften. Die Bewertung von Vermögen und Schulden beeinflusst neben den Bilanzwerten auch den Gewinn bzw. Verlust eines Unternehmens. Die Vorschriften verhindern willkürliche Über- und Unterbewertung. Die Bewertung bestimmt Wertansatz der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden zum Bilanzstichtag und beeinflusst das Jahresergebnis. Bewertung nach dem

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