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Business Intelligence,Markttrends

Controller brauchen mehr als Zahlentalent (Studie)

von
Controller

Ein Controller braucht mehr als Zahlentalent, zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Horváth Akademie. Hierzu wurden vier Rollenbilder ausgearbeitet. Bei Interesse an der vollständigen Studie können Sie diese unter training@horvath-partners.com anfordern. Einen guten Kurzüberblick der Studienergebnisse finden Sie hier: „Controller brauchen mehr als Zahlentalent“

Nachfolgend finden Sie einen ausführlichen Gastbeitrag von Prof. Dr. Ronald Gleich, Leiter Horváth Akademie mit freundlicher Genehmigung von Horváth & Partners.

In meinen letzten Blogbeiträgen habe ich mich mit zwei aktuellen Themen beschäftigt, die den Ausgangspunkt für den vorliegenden Beitrag bilden:

  • Die Rolle des Controllers als Business Partner bzw. Change Agent
  • Die Weiterentwicklung des Controller-Bereichs mittels Optimierung der Controllingprozesse

Beide Themen sind nicht grundsätzlich neu, gewinnen aber vor den aktuellen Herausforderungen für den Controller-Bereich in Form von steigendem Effizienz- und Qualitätsdruck zunehmend an Relevanz. Zudem resultiert hieraus in vielen Fällen eine Verlagerung der Tätigkeitsschwerpunkte des Controller-Bereichs. Allerdings besteht bislang noch wenig Klarheit darüber, welche Bedeutung diese Tätigkeitsverlagerung für das Kompetenzprofil des Controllers hat. Auch darüber hinaus mangelt es bisher an einer allgemeingültigen und validen Definition, die Auskunft darüber gibt, welche Verhaltensweisen zu einer tatsächlich erfolgreichen Ausübung der Tätigkeit des Controllers führen. Dies ist aber insofern von Bedeutung, als dass ein valides Controller-Kompetenzmodell Unternehmen helfen kann, ihre Personalentwicklung für den Controller-Bereich und insbesondere für die Controlleraus- und -weiterbildung wirksamer zu gestalten.

Um diesen Hebel künftig erfolgswirksam nutzen zu können, hat die Horváth-Akademie auf Basis einer empirischen Studie ein Kompetenzmodell entwickelt, welches für die folgenden vier Rollenbilder im Controller-Bereich detaillierte Kompetenzprofile beinhaltet:

  • Der Controller als Analyst /Informationsspezialist, der Informationen auswertet und empfänger-, also führungskräfteorientiert aufbereitet
  • Der Controller als Kontrolleur /kaufmännisches Gewissen, bei dem die operative Überwachung von Leistungsindikatoren im Vordergrund steht
  • Der Controller als Business Partner/Berater der Führungskräfte, der auf Basis valider Informationen Führungskräfte aktiv im Entscheidungsprozess unterstützt
  • Der Controller als Change Agent /Veränderungstreiber, der eigeninitiativ Veränderungsprozesse im Unternehmen anstößt

Ausgehend von den fachlichen, methodischen, persönlichen und sozialen Kompetenzfeldern wurden für die vier Rollen auf Basis der konstituierenden Kompetenzdimensionen individuelle Profile erstellt, welche bis auf die Verhaltensebene hinab detailliert und allgemeingültig beschrieben wurden. Dabei hat sich gezeigt, dass es nicht den Controller gibt, welcher aufgrund einzelner Eigenschaften eher zum Einsatz als Business Partner als zum Einsatz als Analyst geeignet ist, da sich die verschiedenen Kompetenzen nicht eindeutig den verschiedenen Rollen zuordnen lassen. Vielmehr stellt der Übergang von einer Rolle zur nächsten eine Weiterentwicklung in allen Kompetenzfeldern dar. Die Entwicklung vom Analysten bzw. Kontrolleur zum Business Partner oder Change Agent ist somit ein kontinuierlicher Prozess, welcher durch stetige Verbesserungen aller vier für den Controller relevanten Kompetenzfelder charakterisiert ist.

Dennoch bestehen für jede der vier Rollen Anforderungen, welche als erfolgskritisch angesehen werden müssen. Die Zuordnung  „erfolgskritisch“ erfolgt dabei auf Basis zweier Merkmale. Zum einen kann eine bestimmte Kompetenz auf Grund eines hohen Anforderungsniveaus für ein spezifisches Rollenbild bedeutsam sein. Zum anderen kann der Entwicklungsschritt von einer Rolle zur nächst höheren Rolle durch einen besonderen Anforderungsanstieg bei einer Kompetenz gekennzeichnet sein.

Insgesamt bietet die konkrete Beschreibung der Kompetenzprofile eine wichtige Voraussetzung für eine gezielte Weiterentwicklung des einzelnen Mitarbeiters. Zum einen lässt sich damit das Anforderungsprofil für eine Stelle detailliert beschreiben, zum anderen kann hierdurch genau bestimmt werden, inwiefern ein Mitarbeiter diese Anforderungen bereits erfüllt. Dies ist insofern von Relevanz, als dass der Wirkungsgrad von Trainings sowohl von einer stringenten Lernstrategie als auch von der gezielten Ausrichtung hinsichtlich individueller Lernbedarfe abhängt.

Vielen Dank nochmals für die Genehmigung an Horváth & Partners.

Insight Dimensions

Über den Autor 

Insight Dimensions GmbH – Alles rund um Business Intelligence, Controlling, Reporting und Business Analyse.

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Ein Controller braucht mehr als Zahlentalent, zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Horváth Akademie. Hierzu wurden vier Rollenbilder ausgearbeitet. Bei Interesse an der vollständigen Studie können Sie diese unter training@horvath-partners.com anfordern. Einen guten Kurzüberblick der Studienergebnisse finden Sie hier: „Controller brauchen mehr als Zahlentalent“ Nachfolgend finden Sie einen ausführlichen Gastbeitrag von Prof. Dr. Ronald Gleich, Leiter Horváth Akademie

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