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Business Intelligence

Business Intelligence oder „The art of analytics“

von
Art

Wer sich die Rede von Tableau-Mitbegründer und CEO Christian Chabot auf der Tableau Customer Conference 2014 in Seattle anhört, kann nicht umhin, sich von der Begeisterung dieses Menschen für Datenanalyse mit all ihren Facetten und Herausforderungen anstecken zu lassen.   Nicht viele Menschen, auch nicht diejenigen, die tagtäglich mit Business Intelligence und dem damit einhergehenden Aufkommen an riesigen Datenmengen zu tun haben, würden Datenanalyse in einem Atemzug mit Kunst und Kreativität erwähnen. Doch Chabot schafft es auf faszinierende Weise, Menschen die künstlerischen Aspekte von BI aufzuzeigen und die Leidenschaft und Begeisterung dafür zu entfesseln.
Am Beispiel des „Computer aided design“ lässt sich gut erkennen, was für Auswirkungen das passende technische Handwerkszeug auf die Spontanität und Kreativität des Anwenders haben kann. Man stelle sich einen Architekten vor „CAD“ vor, der mühsam von Hand seine Blaupausen zeichnet, unfähig seiner Spontanität und Neugier Folge zu leisten, da die Umsetzung von Änderungen mühsam und zeitaufwendig ist. Und welche Möglichkeiten entfesselt werden können, wenn der gleiche Architekt all seine Ideen und Alternativen simultan umsetzen kann. Tableau sieht es als seine Aufgabe eben jenes „kreative Genie“ solcher Anwender zu entfesseln.
Die Kernaussage von Chabots Ansprache ist das Aufbrechen starrer Problemlösungskonzepte und die Förderung von kreativer Problemlösung. Hierfür nennt er vier Haupteigenschaften, die ein gutes Analysetool für kreative Problemlösung haben sollte, die aber ebenso für den kreativen Schöpfungsprozess unabdingbar sind. Hier schlägt er die Brücke zwischen BI und Kunst oder: „The art of analytics“.
1. Experimentieren
Wie man auch an dem obigen Beispiel des Architekten erkennen kann, ist die Möglichkeit des Experimentierens ein wesentlicher Bestandteil sowohl des Kreativen-, als auch des Problemlösungsprozesses, der im Hinblick auf Datenanalyse durch das Tool gewährleistet werden sollte. Als weiteres Beispiel führt Chabot hier den Vergleich von analoger zu digitaler Fotografie an. Während Experimente in der Analogfotografie mit hohen Kosten (Film, Entwicklung, etc.) einhergingen, explodieren die Möglichkeiten geradezu mit der digitalen Fotografie, da man so gut wie keine Kosten oder Risiken in Kauf nimmt und seiner Phantasie freien Lauf lassen kann. Außerdem erschließt sich mit der digitalen Fotografie dem Laien eine Sphäre, die bis dahin einigen Profis vorbehalten war.
2. Schnelligkeit
Die besten Ideen und Ansätze können nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen, wenn die Umsetzung zeitaufwendig ist. Ein Analysetool muss dem Anwender sofortiges Feedback geben, genau wie ein Maler den Strich, den er gerade auf die Leinwand gesetzt hat, sofort sehen muss und nicht erst in fünf Minuten. Kreative Tätigkeiten sind ohne Schnelligkeit daher nur bedingt oder gar nicht möglich.
3. Ausdruckskraft
Viele Anwender sind es gewohnt mit Vorlagen oder „Wizards“ zu arbeiten. Diese mögen in vielerlei Hinsicht hilfreich sein, aber für einen individuellen Lösungsansatz ist eine individuelle Darstellungsform unerlässlich. Tableau sieht es als seine Aufgabe, der Ausdruckskraft und Darstellungsmöglichkeiten in ihrem Analysesystem eine bedeutende Rolle beizumessen.
4. Kontrolle
Alle Kreativität und Ideenreichtum sind nur halb so viel wert, wenn man seine Ideen nicht unabhängig umsetzen kann. Denn nur so wird der kreative Fluss nicht unterbrochen. Man behält die Kontrolle über das, was man tut und wie man es tut. Nebenbei spart man auch eine Menge Zeit, Energie und Kosten.

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Auch wenn sicherlich nicht alle Datenanalysten und Anwender mit Künstlern gleichzusetzen sind, so enthält Chabots Darstellung von kreativer Datenanalyse Aspekte, die im BI-Alltag oft übersehen werden. Es kann durchaus bereichernd sein, wenn man nicht nur das Ziel, sondern auch den Prozess der Wertschöpfung fokussiert und die Möglichkeit bekommt, diese individuell zu gestalten und so die Datenanalyse als Selbstzweck hinter sich zu lassen , bzw. um die Komponente der kreativen Wertschöpfung zu erweitern.

Wer sich die interessante Ansprache von Chabot gern im Original ansehen möchte, findet sie unter folgendem Link:

https://tc14.tableau.com/keynote?elq=f1c128d698db4da9b077f3302640f29d

Dieser Beitrag bezieht sich ausschließlich auf die ersten 30 Minuten des Videos.

Huelya Yurttas

Über den Autor 

Studium der BWL mit Schwerpunkt Controlling an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen. Zunächst als Business Analyst bei Hewlett-Packard im Rahmen der AnÜ, danach bei Insight Dimensions tätig. Seit Februar 2015 Mitarbeiterin im Vertriebsinnendienst bei Insight Dimensions GmbH.

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Wer sich die Rede von Tableau-Mitbegründer und CEO Christian Chabot auf der Tableau Customer Conference 2014 in Seattle anhört, kann nicht umhin, sich von der Begeisterung dieses Menschen für Datenanalyse mit all ihren Facetten und Herausforderungen anstecken zu lassen.   Nicht viele Menschen, auch nicht diejenigen, die tagtäglich mit Business Intelligence und dem damit einhergehenden

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